Gruppenunterricht

Der Gruppenunterricht richtet sich vor allem an unsere kleinen Musiker von 4 bis 12 Jahren. Wir unterrichten außnahmslos in Kleingruppen mit vier bis acht Kindern.

Die Brainin Methode

Entwicklung des musikalischen Denkens

 

Was ist die “Brainin Methode” und was bringt es meinem Kind?

Das Ziel dieser Methode ist nicht nur die Ausbildung des präzisen musikalischen Gehörs bei Kindern, sondern auch und vor allem die Entwicklung des musikalischen Denkens: Der Fähigkeit, ein Musikstück nicht nur als eine Melange von Tönen zu hören, sondern als einen inhaltlich zusammenhängenden Text.

Durch den Musikunterricht nach der Brainin-Methode werden die Kinder zur Konzentration und Aufmerksamkeit angeregt. Ihnen werden vielfältige Möglichkeiten mit auf den Weg gegeben, sich selbst mit Hilfe der musikalischen Zeichen zu entdecken und auszudrücken. Auf diese Weise fördert die erlernte Musiksprache die allgemeine Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.

Der Unterricht beginnt stets spielerisch. Elemente der Musiksprache werden mit Hilfe von Märchen und Abzählreimen dargestellt. Bereits im ersten Unterricht ist jedes Kind sofort in der Lage, mehrteilige Aufgaben im Spiel zu lösen. Dabei werden die einzelnen Elemente in ihrem Gesamtzusammenhang betrachtet: Nicht Viertelnoten, Halbe und Ganze werden gelernt, sondern rhythmisch zusammenhängende Ausdrücke. Nicht ein einzelner Ton, sondern eine musikalische Phrase steht im Vordergrund. Tonstufen werden zunächst anhand einfacher Kinderlieder geübt und dann in Beziehung zum Grundton gesungen. Auf diesem Wege entwickelt und fördert der Lehrende bei den Kindern bereits in der Anfangsphase des Musikunterrichts ein Gefühl für Tonalität und Harmonie. Der Unterricht nach der Brainin-Methode vermittelt den Kindern von Beginn an wichtige Erfolge, die Freude bereiten und zum Weiterlernen motivieren.

In zahlreichen Ländern, darunter Australien, Deutschland, Kanada, Litauen, Italien, Russische Föderation, Südafrika, Ukraine, USA und seit kurzem auch Kolumbien, wird die Brainin-Methode bereits erfolgreich angewendet. Bei der Arbeit mit den Kindern werden spezielle Hilfsmittel benutzt, die Valeri Brainin für den Unterricht entwickelt hat: Das Notenlinienbrett mit beweglichen Knöpfen, auf dem die Noten veranschaulicht werden, und das sogenannte „Spektrale (farbige) Modell der Tonalität“, das die tonalen Beziehungen der einzelnen Tonleiterstufen aufzeigt.

Bisher hat ohne Ausnahme jeder Musikschüler, der nach der Brainin-Methode unterrichtet wurde und an einer Aufnahmeprüfung an einer deutschen Musikhochschule teilnahm, diese in den Bereichen Musiktheorie und Gehörbildung auch bestanden.

 

Welche prinzipiellen Unterschiede gibt es zwischen der Brainin-Musikerziehung und der Musikalischen Früherziehung?

Es gibt mehrere Unterschiede. Grundsätzlich unterscheidet sich die Brainin-Musikerziehung nicht nur von der Musikalischen Früherziehung sondern auch von vielen anderen Methoden der musikalischen Entwicklung bei Kindern im Zugang zur musikalischen Wahrnehmung. Es gibt zwei unterschiedliche Arten der Wahrnehmung: registrierende (die Wahrnehmung beschränkt sich auf das Erscheinen von Zeichen im Informationsstrom) und prognostizierende (Zeichen werden wahrgenommen und gleichzeitig wahrscheinliche Prognosen für das Erscheinen der nächsten Zeichen im Informationsstrom gestellt). Die Brainin-Methode konzentriert sich auf die Entwicklung der prognostizierenden Wahrnehmung.

Brauche ich die Brainin-Musikerziehung, wenn ich schon ein Musikinstrument erlerne?

Das durch die Brainin-Methode entwickelte prognostizierende Hören und dadurch tiefere Musikgedächtnis hilft, schneller und sicherer neue Musikwerke zu erlernen. Ein weiteres Ziel der Brainin-Methode ist es, sich notierte Musik, also Noten, mit dem inneren Gehör vorstellen zu können. Das heißt, dass beim Vom-Blatt-Spiel zunächst eine Klangvorstellung entsteht, die der gespielten Musik vorauseilt und somit die körperliche Motorik anführt und erleichtert.

Ist die Brainin-Musikerziehung also für Laien oder für Profis geeignet?

Für Liebhaber, die ein Musikinstrument erlernen, ist die Brainin-Methode eine offensichtliche Erleichterung. Selbst wenn Sie kein Instrument erlernen, aber klassische Musik im Konzert oder als Tonaufnahme hören wollen, brauchen Sie weniger Zeit zum Kennenlernen neuer Werke. Dank des prognostizierenden Hörens werden sogar vollkommen neue Werke als etwas vertrautes wahrgenommen. Für Studenten oder solche, die es werden wollen, ist die Brainin-Methode ein gutes Hilfsmittel, um sich auf Prüfungen in musiktheoretischen Fächern und Gehörbildung vorzubereiten.

Wie lange kann man nach der Brainin-Methode unterrichtet werden?

Robert Schumann merkt in seinen Haus- und Lebensregeln an: „Es ist des Lernens kein Ende“. Wenn Ihr Kind selbst ein Jahr nach der Brainin-Methode unterrichtet wird, beeinflusst das sein Denken und sein Verhältnis zur Musik. Gewöhnlich besuchen die Kinder, die früh mit dem Unterricht begonnen haben, auch im Schulalter die Brainin-Musikerziehung. Liebhabern hilft die Brainin-Methode, sich neue Musikinformationen anzueignen. Bei professionellen Bestrebungen kann der Unterricht sogar bis zur Aufnahme an eine Musikhochschule und darüber hinaus fortgesetzt werden. Die Art des musikalischen Denkens, die sich aufgrund der Brainin-Methode entwickelt, hilft, selbst schwierigste Felder der Musiktheorie leicht aufzunehmen.

Warum heißt die Methode „Brainin“?

Obwohl „Brain“ auf Englisch Gehirn, Intellekt und Vernunft heißt, was dem Inhalt der Methode sehr gut entspricht, leitet sich der Name vom Schöpfer dieser Methode, dem Musikwissenschaftler und Musikpädagogen Valeri Brainin ab. Er begann diese Methode im Jahre 1969 nach dem Lesen des Hesse Romans „Das Glasperlenspiel“ auszuarbeiten.

 

Für weitere Informationen rund um die Brainin-Methode schaut euch hier um.